Andre Länder andre Sitten

Juli 19, 2011 | Author:
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Schlösser an der Seebrücke Misdroy

Einen interessanten Brauch haben wir auf der Seebrücke in Misdroy bemerkt. In Deutschland ist es ja weit verbreitet, dass Verliebte oder Personen, die eine Sehenswürdigkeit oder einen Aussichtspunkt etc. besuchen, sich dort in Teilen der Fassade, oder in Steine, Holz etc. mit einer Gravur verewigen.  So nach dem Motto: „Ulli und Siggi waren hier“ oder “ K+B=Big Love“. Das sorgt natürlich oft für Verärgerung bei den Verantwortlichen, da diese „Gravuren“ nicht so leicht zu entfernen sind. Auf der Seebrücke in Misdroy findet man solche Verewigungen in ganz anderer Form. Am gesamten Geländer der Brücke sind Vorhängeschlösser angeschlossen und die Gravuren befinden sich auf diesen Schlössern, aber nicht an der Seebrücke selbst. So kann man trotzdem der Welt mitteilen, dass man in Misdroy war und die schmucke Seebrücke kratzt es nicht :-).

Kennt jemand diesen Brauch oder weiß mehr darüber? Denn Recherchen im Internet unsererseits blieben leider ohne Ergebnis.



6 Antworten zu “Andre Länder andre Sitten”

  1. Max sagt:

    …und wie die Kölner so sind, haben sie direkt ein Lied über die Liebesschlösser geschrieben, welches passenderweise auf das-liebesschloss.de eingestellt ist. Dort findet man auch ein relativ aktuelles Foto sowie den Hinweis, dass dieser Brauch auch in China begeisterte Anhänger hat.

    Der Kölner Journalist Helmut Frangenberg hat sogar ein Buch mit dem passenden Titel „Ein Schloss in der Stadt“ veröffentlicht. Dort schreibt er, dass sich mittlerweile ebenfalls in St. Petersburg, Riga, Florenz, Dresden oder Moskau metallisch verewigt wird.

    Bei uns in Binz findet die interessantere Schlossbesichtigung immer noch im Jagdschloss Granitz statt. Wer weiss, wie lange noch?

  2. Arne Jentsch sagt:

    Das mit den Ketten ist gut 🙂

    Uns ist vorher natürlich nicht der „Begriff“ Liebesschloss in den Sinn gekommen, darum hat die Google Suche auch nichts gebracht.
    Kein Wunder, wenn man mit „Vorhängeschloss“ und „Brücke“ und „Aussichtspunkt“ googelt. 🙂

  3. Marcus Strömich sagt:

    Es handelt sich wohl um einen Hochzeitsbrauch. Die Symbolik könnte sich ja fast von allein erschließen … in Ketten gelegt 🙂

  4. Arne Jentsch sagt:

    Danke liebe Frau Seidel 🙂
    Man lernt nie aus.

    MfG

    AJ

  5. Silke Seidel sagt:

    hallo in köln gibt es hie hohenzollernbrücke, dort wird es genauso gemacht. hier der ursprung:

    Woher der Trend genau kommt, ist nicht sicher, aber ein ähnliches Phänomen findet sich auf jeden Fall in Rom. Dort ist die Milvische Brücke, die über den Tiber führt, zu einem regelrechten Wallfahrtsort für verliebte Paare geworden. Denn auch dort werden Schlösser, auf denen die Namen des Paares eingraviert sind, an der Brücke fest gekettet und der Schlüssel in den Tiber geworfen.

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