Kurtaxe? – Bin ich nicht mit gefahren. Hab ich auch nicht bestellt.

November 7, 2010 | Author:
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Muss denn die Kurtaxe sein? Wofür ist sie gut? Was wird eigentlich damit gemacht? Diese und andere Fragen stellen sich einige Gäste, die voher von diesem Wort noch nichts gehört haben. Wir möchten in diesem Beitrag ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

Die Fragen nach Sinn und Zweck der Kurtaxe bereiten so manchem Gast, der seinen Urlaub in den Kaiserbädern verbringt,  Kopfzerbrechen. Nicht selten ist der Mangel an Information Schuld daran. Wichtig ist vor allem zu wissen, dass die Kurtaxe keinesfalls eine Art Aufenthaltssteuer ist, wie so oft behauptet wird! Sie ist vielmehr ein echtes Entgeld zur Finanzierung bestimmter Veranstaltungen und Leistungen, die alle für Urlauber und Kurgäste bereitgehalten und von der Mehrzahl auch gewünscht werden. Die „Kaiserbäder“ wollen wir Ihnen den Aufenthalt in den Kaiserbädern der Sonneninsel Usedom so angenehm wie möglich machen. Um dieses in die Tat umzusetzen, hilft  unter anderem die Kurtaxe. Daraus erwächst eine Vielfalt an Möglichkeiten, Ihren Kur- und Urlaubsaufenthalt nach Ihrem persönlichen Geschmack zu gestalten. Zuletzt lag das Kurabgabeaufkommen in den Kaiserbädern bei ca. 3,7 Millionen € pro Jahr. Dem gegenüber stehen Aufwendungen von ca. 4,5 Millionen € für Dienstleistungen sowie kulturelle und sportliche Veranstaltungen. Hier einige Beispiele, wofür die Kurabgabe in den Kaiserbädern eingesetzt wird:

Dienstleistungen
* Garten- und Landschaftspflege Promenade
* regelmäßige Abfallbeseitigung am Strand und der Promenade
* regelmäßige Reinigung des 15km langen Strandabschnittes sowie der 17 Strandtoiletten von Mai bis September
* regelmäßige Untersuchung der Badewasserqualität und Veröffentlichung der Ergebnisse an den Touristen Informationen

Logo des Eigenbetriebes 3Kaiserbäder

Veranstaltungen
* am Strand
* in den Konzertpavillons der Kaiserbäder
* im Hans-Werner-Richter-Haus
* im Haus des Gastes in Bansin
* im Museum „Villa Irmgard“
* im Kaiserbädersaal
* im Theater Zelt „Chapeau Rouge“
* in den Kirchen der Seeheilbäder
Veranstaltungen sind für Inhaber einer Kurkarte ermäßigt und teils sogar kostenfrei.

Weiterhin gibt es individuelle Vorteile für Inhaber einer Kurkarte:

* ermäßigte Eintrittspreise für Veranstaltungen und Sportangebote des Eigenbetriebes „Kaiserbäder Insel Usedom“
* ermäßigte Eintrittspreise in der OstseeTherme
* kostenfreier Besuch der Kurkonzerte
* kostenfreie Teilnahme an Ortsführungen, Wanderungen und Radwanderungen des Eigenbetriebes „Kaiserbäder Insel Usedom“
* kostenfreie Kinderveranstaltungen und Animationen
* kostenfreier Erhalt eines Ortsplanes in den Touristeninformationen bei Vorlage einer gültigen Kurkarte
* kostenfreie Bereitstellung von Hundetüten

In allen Hotels erhalten Sie Ihre Kurkarte beim oder nach dem Check IN. Die Kurabgabe wird dann in der Regel über die Hotelrechnung abgerechnet.  Kurkarten sind übrigens in allen anderen Küstenorten der Insel Usedom anerkannt und ermöglichen Ihnen inselweit viele Vergünstigungen. Kinder unter 15 Jahren sind außerdem von der Kurabgabe befreit.

Folgende Abgaben sind zu entrichten:

in der Hauptsaison (01.05. – 30.09.)
ohne Ermäßigung 2,50 € pro Tag
ermäßigt        1,30 € pro Tag

in der Nebensaison
ohne Ermäßigung 1,30 € pro Tag
ermäßigt        0,70 € pro Tag

Als „ermäßigt“ gelten Schüler, Studenten, Auszubildende und Empfänger von Arbeitslosengeld beziehungsweise Elterngeld. Außerdem Schwerbehinderte mit einem durch Schwerbehindertenausweis nachgewiesenen Grad der Behinderung von mindestens 80 Prozent sowie Begleitpersonen von Schwerbehinderten mit Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen „B“.

Die offizielle Satzung für die Kurabgabe finden Sie hier.

Zum Abschluß noch ein kleines Gedicht zum Schmunzeln, das sich mit dem Thema „Kurtaxe“ befasst. Die Quelle ist die Seite der Kaiserbäder www.drei-kaiserbaeder.de und die Reime stammen von Regine Lehmann. Viel Spaß beim Lesen.

„Kurabgabe – nicht mit mir!
Da bleib´ ich gleich im Urlaub hier
und lege mich – oh welche Wonne –
in meinem Garten in die Sonne.“
So zetert Nolte ganz vergrämt:
„Das ist doch einfach unverschämt!“

Frau Nolte fleht; sie ringt die Hände.
Verzweifelt sucht sie Argumente …
„Wirf deinen Argwohn über Bord
und fahre einmal mit uns fort.“

„Auf keinen Fall, ich bleibe hier.
Abzocke ist das – glaube mir!
Nicht im Traume fahr´ ich fort!
Das ist mein allerletztes Wort.“

„Ganz wie du willst“ zickt nun Frau Nolte,
die schließlich nicht mehr bitten wollte.
„Rex, die Kinder und auch ich
fahren gern auch ohne dich.
Wir fahren in die Kaiserbäder.
Wann und wie, das klärt sich später.“

Nolte, dem Familienhaupt,
ward so der letzte Nerv geraubt.
Ihm platzt der Kragen und er grollt:
„Dann macht doch einfach was ihr wollt!
Werft euer Geld zum Fenster raus.
Doch meines nicht – ich brauch´s zu
Haus´.“

„Auch dein Geld wird zur Neige geh´n.
Doch hast du dafür nichts geseh´n,
als Petersilie und Radieschen,
Grünkohl und die fleiß´gen Lieschen.“

„Für einen Service, der sich lohnt,
wird der Euro nicht geschont!
Man gibt ihn aus und obendrein
kommt er schließlich wieder rein,
durch Angebote – gut gelungen –
mit Vielerlei Vergünstigungen.“

Ins Grübeln kommt jetzt Vater Nolte,
der sich doch auch erholen wollte.
Der Müller – fällt spontan ihm ein –
wird sicher jetzt am Stammtisch sein.

Er war doch schon mal an der Küste.
Er klagte nie – nicht dass ich wüsste.
Beim kühlen Bierchen hört er dann
den Lobgesang von Müller an …
… und übrigens – so Nachbar Müller
verrat´ ich dir noch einen Knüller:
Der Kurausweis zählt inselweit –
dass nenn´ ich Gästefreundlichkeit!

Mit trübem Blick meint Nolte kühl:
„Hast du vielleicht ein Bier zu viel?“
„Und wenn schon“, sagte da der Wirt,
der beiden heimlich zugehört.

Was er hier sagt, das stimmt auf´s Haar,
war in Bansin im letzten Jahr.
Hab´ viel erlebt die vierzehn Tage.
Kurabgabe? – keine Frage …

… und Kinder sind bis 15 frei.
Dann zahlst du also nur für zwei!
Der Vorteil liegt doch auf der Hand,
du setzt dein Geld nicht in den Sand!“

In Noltes Schädel dreht es sich.
Das letzte Bier noch auf dem Tisch,
eilt er nach Haus zu Weib und Kind,
erzählt die „Neuigkeit“ geschwind.

Er sinkt auf´s Sofa – noch im Fallen
hört man ihn begeistert lallen:
„Kurabgabe ist o.k.,
Gartenurlaub – nun passé.
Quartier wird jetzt sofort gesucht.
Auch für mich wird mitgebucht!“

Sagt es und ein wenig später
sieht er im Traum die Kaiserbäder.



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